Fehler sind (über)lebenswichtig! – Teil 1: Manchmal ist falsch richtig

Die meisten von uns haben einen Hang zum Perfektionismus. Wir wollen Aufgaben gerne fehlerfrei erledigen, ärgern uns, wenn uns jemand auf unsere Fehler und Versäumnisse hinweist und halten Ordnung und Regeln grundlegend für eine gute Sache. Zumindest ein bisschen.

Der Neurowissenschaftler Norman Doidge hat in seine Liste der FELDENKRAIS® -Grundregeln allerdings den Satz „Errors are essential“ aufgenommen. Kurz und prägnant. Das könnte man nun mit „Fehler sind wesentlich“ übersetzen. Ich habe mich jedoch für die dramatischere Version „Fehler sind lebenswichtig“ entschieden (essentiell lässt sich auf lat. esse – sein, existieren zurückführen).

Wie komme ich dazu?

Keine Entwicklung ohne Fehler

Stellen wir uns einen einfachen Roboter vor. Er fährt auf Gleisen vor und zurück und eine Last von A nach B transportiert. Ein System – einmal kreiert und aufgebaut, erfüllt seine Funktion, entwickelt sich aber nicht weiter. Erst, wenn eine Störung auftaucht – kaputte Gleise, ermüdete Gelenke, eine veränderte Last – muss der Erfinder sein System ändern, damit es wieder funktioniert.

Wir als lebendige Wesen sind Erfinder und Funktionsträger gleichzeitig. Und wir sind permanent „Störungen“ ausgesetzt: unsere Umwelt verändert sich in jedem Augenblick, wir handeln im Austausch mit anderen lebendigen Systemen, die nicht vorhersehbar sind, wir passen uns in jedem Moment den Herausforderungen unseres Lebens an und entwickeln uns weiter.
Tun wir das nicht oder in zu geringem Maße, ist es uns nicht möglich, in einer Situation adäquat zu reagieren, entwickeln wir physische und psychische Störungen, z.B. Verletzungen, Abnutzungserscheinungen, Schon- und Schutzhaltungen.

Das Unbekannte kennenlernen

In unbekannten oder sich verändernden Situationen können wir nicht geplant vorgehen. Meistens kennen wir keine Lösung, sondern reagieren spontan, merken, dass unsere „normalen“, vertrauten Reaktionen nicht wirksam werden und werden so „gezwungen“, etwas Neues auszuprobieren.

Wir probieren aus, wir experimentieren, wir suchen uns Vorbilder oder nach vergleichbaren Erfahrungen. Bei jedem Versuch lernen wir dazu, merken, was uns weiterbringt und was nicht den gewünschten Effekt hat. Manchmal stolpern wir auch über eine Lösung, die wir gerade gar nicht gesucht haben.

Ungeahnte Möglichkeiten

Ohne Fehler zu machen, geht es zum einen nicht – in unbekanntem Terrain müssen wir durch Ausprobieren Daten oder Informationen sammeln. Zum anderen werden aus Fehlern oft ungeahnte Möglichkeiten geboren. Das Penicillin wurde aufgrund einer verschmutzten Probe eines anderen Versuchs entdeckt. Die willkürlichen Bewegungen eines Säuglings liefern dem Gehirn die nötigen Informationen, um Verknüpfungen herzustellen. Genetische „Fehler“ können sich in der Evolution als Vorteil erweisen und haben neue Spezies entstehen lassen.

Einen Fehler als einen Schritt, einen Versuch auf dem Weg zu einer Lösung zu verstehen, kann das ganze Leben zu einem Labor, einem Spielplatz oder einer Werkstatt werden lassen. Ich habe einen Fehler gemacht? Na und, jetzt weiß ich, wie es nicht funktioniert. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es beim nächsten Mal klappt. Und vielleicht steckt in dem Fehler ja noch das Potential, etwas ganz Anderes, Neues zu entdecken.

Demnächst Teil 2: Einfache Muster sind störanfällig – Variationen vergrößern das Spektrum

Siehe auf Deutsch Norman Doidge: Wie das Gehirn heilt: Neueste Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft, Frankfurt a.M. 2015, S. 219; englisch Norman Doidge: The brain’s way of healing: Stories of remarkable recoveries and discoveries, diverse Editionen 2015.

http://www.spiegel.de/karriere/diese-erfindungen-verdanken-wir-dem-zufall-a-929574.html

Barfußschuhe in Tel Aviv – ein Selbst-Experiment

Meine neue Faszination am Gehen, geliehene Barfußschuhe und ein Urlaub in Israel waren der Rahmen für ein absolut subjektives, nicht-wissenschaftliches Experiment.
So erging es mir, als ich zum ersten Mal Barfußschuhe trug…

Inspiriert von Wim Luijpers‘ „Die Heilkraft des Gehens“ wollte ich unbedingt erfahren, was passiert, wenn man länger barfuß oder komfortabel in Barfußschuhen läuft.

Barfuß und Barfußschuhe

[Für die Unwissenden: Barfußschuhe haben eine sehr weiche Sohle und sind bei den Zehen breit geschnitten, so dass die Füße Freiraum haben und auf den Boden reagieren können. Inzwischen gibt es Barfußschuhe von dem Modell Badelatschen bis hin zu hochwertigen Businessschuhen.]

Die erstaunliche Organisation unseres Körpers lässt uns mit ganzem Gewicht und ganzer Länge auf einigen Quadratzentimetern stehen – ein Wunder an Präzision, Balance und Koordination, das unser Körper im Kleinkindalter entwickelt. Um das zu schaffen, sammelt das Gehirn Informationen, im Falle des Stehens und Gehens nicht nur, aber letztendlich über die Füße. Wann sind dem Gehirn mehr Erfahrungen zugänglich – wenn der Untergrund immer gleich hart und flach ist, wie bei einer Schuhsohle oder wenn er Veränderungen spürt und darauf reagieren muss? Welches Fußgelenk kann einen Fehltritt besser abfangen, eines, das immer in einer Position gehalten wurde oder eines, das den ganzen Tag kleine Unterschiede des Bodens ausgleichen lernt?

Wim Luijpers, der FELDENKRAIS® Experte des Gehens und Laufens, beschreibt, dass das Barfußlaufen ändert, wie wir gehen, wie wir uns halten und wie unsere Gelenke zusammenarbeiten. Ich war sehr gespannt!

Tag 1: Ankunft, Barfußstrecke an diesem Tag: ca. 5 km, schwache Fußgewölbe

Als wir in Tel Aviv erreichten, blieb uns an diesem Tag nur noch die Zeit, den Mietwagen abzuholen, ins Hotel zu fahren und unsere Straße auf der Suche nach Essbarem zu erkunden.
Tel Aviv ist eine unglaubliche Stadt. Alle sind sehr entspannt und freundlich. Da wir an der Mietwagenstation über eine Stunde warten mussten, nutzte ich die Gelegenheit und kramte die Barfußschuhe (wassertaugliche Rundumschlappen) hervor. Ich spürte beim Gehen deutlich mehr unter den Füßen, meine erste Erfahrung war, dass meine Fußgewölbe schlapp machten. Das fühlt sich an, als würden die Füße nach innen knicken und es ist anstrengend, sie aufrecht zu halten.

Ben-Gurion Statue Tel Aviv, Israel – David Ben-Gurion lernte dank Moshé Feldenkrais mit über 70 Jahren einen Kopfstand zu machen, was sein Kindheitswunsch war.

Tag 2: Barfußstrecke: ca. 8 km, viel im Sand am Strand, wieder die Fußgewölbe

Wenn man sich an Barfußschuhe gewöhnen will, wird empfohlen, sie erst mal eine halbe Stunde am Tag zu tragen. Da ich strümpfig unterrichte und so an manchen Tagen drei Stunden „barfuß“ bin, war ich mutig und verließ das Haus mit meinen neuen Schuhen ohne Alternative.

Den Tag verbrachten wir hauptsächlich am Strand – für den diese Barfußschuhe ungeeignet waren, da sie mit Sand „vollliefen“, also lieber die Originalvariante „Barfuß“. Die Rückenschmerzen, die mir das Sitzen im Flugzeug und die ungewohnt harte Matratze im Hotel eingebrockt hatten, waren nach einer halben Stunde Gehen völlig verschwunden – angenehm. Das Meer und der Strand in Tel Aviv sind so entspannend wie Falafel und Scharwarma lecker – zum Verlieben!
Im Sand laufen war spürbar fordernder als auf der Straße mit den Schuhen. Abends machten sich wieder die Fußgewölbe bemerkbar.

Tag 3: Barfußstrecke: ca. 15 km, Old Jaffa und die Stadt, Muskelkater und Veränderung

Am Strand entlang liefen wir bis nach Old Jaffa, erkundeten dort die verwinkelten Gässchen der Altstadt und liefen dann zurück über die Märkte in die Innenstadt.
Heute Morgen hatte ich etwas Muskelkater in den Waden, der im Laufe des Tages zunahm. Ich bin der Meinung, dass sich nun erste Veränderungen an meinen Füße und Sprunggelenken zeigten. Alles schien in Bewegung zu geraten, manchmal auch zu knirschen. Als wir abends nochmal ins Museum of Modern Art gingen, zog ich freudig meine Turnschuhe an und genoß, dass sie nun die Arbeit taten und meine Füße hielten.

Tag 4: Barfußstrecke ca. 12 km, heftiger Muskelkater, andere Ermüdungserscheinungen, Zehen flacher?

Wir machten einen Ausflug in den Norden, besuchten die Stadt Acco und die Grotten an der libanesischen Grenze. Der Steinboden der Grotte fühlte sich spannend an. Ich hatte Muskelkater, der weiter zunahm. Von den Waden zog er sich nun auf der Innenseite der Oberschenkel entlang. Abends knickten meine Füße nicht mehr nach innen, dafür schmerzten die Fußgelenke außen etwas. Und sahen meine Zehen nicht irgendwie flacher aus?

Die FELDENKRAIS® Lehrerin in der Alexander-Yanai-Straße, in der Moshé Feldenkrais viele Jahre sein Studio hatte und nach der zahlreiche Lektionen benannt sind.

Tag 5-7: Barfußstrecken 5-9 km, Autofahrten, Städte, Totes Meer und Wüste, bewegliche Füße

Während wir das faszinierende Land Israel erkundeten, fühlte ich mich wohler und wohler mit meinen neuen Füßen. Gehen erlebte ich jetzt als sinnlich. Ich erwischte mich dabei, dass ich oft mit den Zehen wackelte, dazu hatten sie Platz und Lust. Die ganzen Füße waren beweglicher. Wenn ich stand, war das einfach und entspannt, mein Gang war sehr aufrecht. Eine Freundin, die nichts von meinem Experiment wußte, sprach mich darauf an. Beim Klettern auf felsigem Grund hatten meine Füße Gripp.
Ein Tipp: es gibt Badestellen am Toten Meer, die man besser barfuß nutzt, da die Badeschuhe im Schlamm stecken bleiben 😊

Tag 8: Rückreise in Turnschuhen – meine Füße fühlten sich beengt, eingesperrt an, zum Glück warteten zuhause schon meine neuen Barfußschuhe auf mich!

Fazit

Eine Reise nach Israel ist sehr bereichernd und zu empfehlen!
Was die Barfußschuhe angeht: ich bin überzeugt und werde sie nun überwiegend tragen. Es wird sich zeigen, wie alltagstauglich sie sind. Offene Fragen sind auch, wie gut die verschiedenen Modelle sind, wie oft man sie sich leisten kann und wie es sich anfühlt, wenn frau mal wieder Absätze zum Kleid tragen will.

Wenn Dich das Thema „Gehen“ auch beschäftigt, ist vielleicht dieses Interview mit Wim Luijpers für Dich interessant: Die Heilkraft des Gehens.

Wie immer: seid neugierig, spürt, was Euch gut tut und probiert viele Varianten aus.
Viel Freude dabei!

Wenn Ihr Eure Beweglichkeit nachhaltig wieder entdecken wollt, probiert doch die FELDENKRAIS®-Methode mal aus – fast immer Dienstagvormittag in Worms oder bei Workshops in Alzey, Mainz und Worms. Die aktuellen Informationen findet Ihr auf meiner Kursseite (hier klicken).

Tipps für entspannte Feiertage

Aufräumen, Einkaufen, Geschenke einpacken, Treffen und Feiern planen, dieses Jahr noch alles Mögliche fertig machen? Gestresst von den Weihnachtsvorbereitungen?

Oft reicht es, wenn Du Dir ein, zwei Minuten nimmst, Dich auf Dich selbst und Deine unmittelbare Umgebung besinnst, um zu entspannen und dann mit Freude weiterzumachen.

Einfach atmen

Wenn Dir alles zu viel wird, Du Dich Dich schon mit den Liebsten streitest, dann gibt es eins, was immer geht. Wenn Du Dir bewusst wirst, dass Du gestresst bist, kannst Du einfach kurz inne halten und wahrnehmen, wie Du ein- und ausatmest. Wo spürst Du Deinen Atem? In welchem Rhythmus atmest Du? Schon bist Du mehr im Hier und Jetzt. Werde Dir bewusst, wie Deine Füße auf dem Boden zu spüren sind, wie Du aufgerichtet bist. Lass zu, dass Du geerdet bist, ohne dass Dich die Schwerkraft nach unten zieht. Erinnere Dich an das Gefühl von Leichtigkeit.

EIN WENIG BECKEN ROLLEN

Soll das nächste Blech mit Plätzchen aus dem Ofen oder noch mehr Weihnachtsschmuck aus dem Keller geholt werden und Du bist Dir nicht sicher, ob Du wieder hochkommen wirst, wenn Du Dich jetzt bückst? Setze Dich hin und rolle Dein Becken einige Male vor und zurück. Achte darauf, dass sich Deine Brust hebt, wenn dein Becken nach vorne rollt, so dass Du leicht auf den Horizont schauen kannst. Wenn Du wieder zurück kommst, um die Plätzchen aus dem Ofen oder die Kisten aus dem Keller zu holen, nimm wieder das Gefühl von Leichtigkeit wahr, mit dem Du Dein Becken gerade bewegt hast.

ALLES AUF DEM BODEN ABLEGEN

Du liebst Deine Familie und freust Dich, die Feiertage mit ihnen zu verbringen, aber es kann auch etwas anstrengend werden? Wenn Du 5 Minuten erübrigen kannst, geh kurz in Dein Schlafzimmer, lege Dich auf den Boden und spüre Dich, wie Du dort liegst. Wenn Du Dich selbst umarmst und nach rechts und links rollst – so leicht und so angenehm wie möglich, löst sich oft die Anspannung im Oberkörper. Stell‘ die Beine auf und rolle auch Dein Becken ein wenig nach rechts und links, das bringt Bewegung in die untere Körperhälfte. Dann kannst Du wieder frisch zurückkehren zu Deinen Lieben.

ENTSPANNT EINSCHLAFEN

Wenn Du schlecht einschlafen kannst, weil in Deinem Kopf alles herumspukt, was noch zu erledigen ist, dann nimm einen Zettel und Stift und schreib alles auf. Dann lege Dich wieder hin, nimm‘ Deinen Atem wahr und lass ihn bewusst länger und langsamer werden, bleibe mit Deiner Aufmerksamkeit beim Ein- und Ausatmen. Entspanne Dich in den Schlaf hinein.

Ich wünsche Euch ganz wunderbare entspannte und freudvolle Feiertage und einen guten Start in ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Wie finde ich einen guten FELDENKRAIS® Lehrer?

Die FELDENKRAIS® Ausbildung

Die weltweit anerkannte Ausbildung zum FELDENKRAIS® Practitioner umfasst mindestens 800 Ausbildungsstunden, die über mindestens 3 Jahre verteilt sein müssen. Es geht nicht darum, sich möglichst viel Wissen anzulesen, sondern Erfahrungen zu machen und seine eigener Wahrnehmung zu verfeinern, und das braucht Zeit.

Zur Qualitätssicherung wurden die Trainingsstandards kurz nach Moshé Feldenkrais‘ Tod von seinen erfahrenen Studentinnen und Studenten festgelegt. Es gibt in 19 Ländern Berufsverbände, die in dem Dachverband International Feldenkrais Foundation zusammen arbeiten. Zum Beispiel ist vorgegeben, dass man in der Ausbildung Unterricht bei verschiedenen FELDENKRAIS® Trainern und Trainerinnen hat, damit man verschiedene Unterrichtsstile kennenlernt.

Jeder Feldenkrais-Lehrer ist also richtig gut ausgebildet? Leider kann man das so nicht sagen. Da Feldenkrais ein Nachname ist, kann er in Deutschland nicht als Begriff an sich geschützt werden. Daher ist die Schreibweise FELDENKRAIS® geschützt und die Bildmarke, die Ihr nun oben rechts auf meiner Webseite sehen könnt, das so genannte Wollsiegel.

Der Feldenkrais Verband Deutschland e.V.

Das Wollsiegel bedeutet, dass der FELDENKRAIS® Practitioner die 4jährige Ausbildung abgeschlossen hat und Mitglied im Feldenkrais Verband Deutschland e.V. (FVD) ist. Diesen deutschen Berufsverband gibt es seit 1985 und er hat zirka 2000 Mitglieder.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Zertifizierung des Verbandes. Wenn Ihr hier in der Liste (bitte anklicken) einen FELDENKRAIS® Practioner in Eurer Region sucht, könnt Ihr sehen, ob in seinem Eintrag „Zertifiziert: JA“ steht. Das bedeutet, dass der FELDENKRAIS® Practitioner alle zwei Jahre nachweist, dass sie oder er FELDENKRAIS® mindestens 100 Stunden pro Jahr unterrichtet und dass er oder sie in den zwei Jahren mindestens 40 Stunden Fortbildung absolviert hat.

Einen qualifizierten Feldenkrais-Lehrer finden

Also, wenn Ihr einen Feldenkrais-Lehrer sucht, schaut als erstes, ob er oder sie die 3-4jährige Ausbildung bei einem anerkannten Ausbildungsinstitut abgeschlossen hat. Die Mitgliedschaft im Verband ist dafür ein sicherer Nachweis. Deutlich sehen kann man das daran, dass der Lehrer das Wollsiegel und die Wortmarken FELDENKRAIS® Bewusstheit durch Bewegung und FELDENKRAIS® Funktionale Integration verwendet. Wenn der Lehrer zusätzlich zertifiziert ist, darf sie oder er sich Zertifizierter FELDENKRAIS® Practitioner FVD bezeichnen.

Hier findet Ihr mein Kursangebot (bitte klicken). Für Einzelstunden meldet Euch einfach bei mir unter 0176-22729080 oder info@feldenkrais-richter.de

Titelfoto ©Robert Golden

Aufrecht durchs Leben – warum FELDENKRAIS® glücklich macht

Ein anspruchsvoller Titel? Jeder, der FELDENKRAIS® erlebt hat, weiß, dass man sich am Ende der Stunde oft größer und aufgerichteter fühlt. Es gibt wissenschaftliche Studien dazu, dass man sich mit einer aufrechten Haltung besser und selbstbewusster fühlt. Also: FELDENKRAIS® = Aufrecht sein = sich besser fühlen?

EIN KLEINES EXPERIMENT

Am besten probiere es selbst aus: setze Dich auf einen Stuhl und beuge Deinen Kopf und Brustkorb Richtung Oberschenkel und Knie, rolle Dich zusammen, die Schultern kommen nach vorne, verweile etwa eine Minute in dieser zusammen gekrümmten Position. Immer noch in dieser zusammengekauerten Haltung versuche, Dich zu freuen, an einen freudvollen, triumphalen Moment zu denken und dieses Gefühl wieder zu spüren. Und? Was spürst Du?

Dann setzte Dich gerade auf den Stuhl ohne anzulehnen, Deine Schultern sind entspannt nach hinten gezogen, Dein Brustbein kommt etwas nach vorne, Du blickst gerade nach vorne, verweile wieder einen Moment – jetzt versuche, Dich in dieser Haltung deprimiert zu fühlen – geht das?

Nein, weder das Eine noch das Andere funktioniert.

EMBODIMENT – WECHSELWIRKUNG ZWISCHEN KÖRPER UND PSYCHE

Der Körper und wie wir ihn bewegen, beeinflusst unsere Stimmung, genauso wie unsere Stimmung auf unsere Körperhaltung wirkt. Diese Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche wird in der Psychologie Embodiment genannt. Einige interessante Studien dazu sind gut lesbar zusammengefasst in einem Aufsatz der Züricher Psychologin Dr. Maja Storch. 
Hier anklicken und nachlesen – Maja Storch: Der vernachlässigte Körper

Es gibt noch mehr körperliche Muster als das Aufgerichtetsein, die die Emotionen eher in die eine oder andere Richtung kippen lassen. Erwiesenermaßen zum Beispiel, in welche Richtung die Mundwinkel zeigen, ob man einen Schmollmund oder einen Lachmund macht. Oder ob wir den Atem anhalten oder ihn frei fließen lassen. Ob wir die Hände auf einen Tisch drücken oder von unten mit ihnen gegen die Tischplatte drücken.

SELBSTWAHRNEHMUNG

Und sicherlich noch viele mehr, die noch nicht wissenschaftlich studiert wurden. Vielleicht bemerkst Du in Deinem Alltag, dass Du bestimmte Situationen mit bestimmten Gefühlen verbindest, wie etwa die Autofahrt zur Arbeit mit Stress. Ist Dein Autositz so eingestellt, dass Du völlig gekrümmt darin sitzt? Verändere Deinen Sitz doch mal so, dass Du aufrecht(er) im Auto sitzen kannst und spüre, wie sich dann die Autofahrt anfühlt.

Mit diesem Blickwinkel gibt es viel zu entdecken, auch während der FELDENKRAIS® Stunden. Wird es mir immer in einer bestimmten Lage zu anstrengend? Welche Gefühle verspüre ich da? Wann sind sie wieder weg? Und noch viel wichtiger: in welcher Lage fühle ich mich wohl? Kann ich dieses Wissen zwischendurch einsetzen, um mich zu entspannen im Alltag, um meine Stimmung zu bessern, wenn ich frustriert bin?
Ihr glaubt gar nicht, wie aufrecht ich gerade am Schreibtisch sitze und mich darüber freue 😉

Heute mit dem falschen Fuß aufgestanden?

Wie das Aufstehen leichter sein kann, erforschen wir in einem FELDENKRAIS®-Workshop an der VHS Mainz am 25. November über den Tag.

Wie wäre das: Leicht und beschwingt aus dem Bett kommen und auch schnell und einfach wieder vom Boden aufstehen können?
Oft nutzen wir vermehrt unsere Arme und Beine, um hochzukommen, die Mitte und der Schwerpunkt unseres Körpers, der Rumpf, zeigt sich weniger kooperativ und wir haben das Gefühl uns richtig hochhieven müssen.

In dem FELDENKRAIS®-Workshop erkunden wir, wie es einfacher gehen kann. Die TeilnehmerInnen lernen, den ganzen Körper in Bewegungen sinnvoll einzusetzen. Das vermindert unnötige Muskelanspannung und gibt uns das Gefühl von Leichtigkeit. Das Aufstehen wird so zu einem Spiel mit der Schwerkraft und geschieht wie von selbst.

Der Kurs kostet 40€ und ist unterteilt in mehrere Einheiten mit Pausen dazwischen, mittags gibt es eine Stunde Mittagspause.

Workshop FELDENKRAIS® intensiv – Aufstehen

Sa, 25.11.2017. 10-17 Uhr, 40 €
Anmeldung über die VHS Mainz (einfach anklicken)
VHS Mainz, Karmeliterplatz 1, 55116 Mainz, Tel. 06131-2625-0

PS: Interessant ist immer das Spiel mit der Sprache: auch gegen ein Unrecht aufstehen nutzt das Bild, dass wir geschickt zum Stehen kommen, vielleicht aufspringen, und dann aufrecht und mutig unsere Position einnehmen.

Weitere Workshops

Mainz
Sa, 27.01.2017, 10-17 Uhr FELDENKRAIS® intensiv – Kiefer, 40€ (Anmeldung)
Sa, 17.03.2017, 10-17 Uhr FELDENKRAIS® intensiv – Sitzen, 40€ (Anmeldung)
Ort: VHS Mainz, Karmeliterplatz 1, 55116 Mainz

Worms
So, 04.02.2017, 10:00-13:00 FELDENKRAIS® Das Becken – Kraft aus der Mitte finden, 30€
(Anmeldung unter 0176-22729080 oder unter info@feldenkrais-richter.de)
Ort: Untermühle Worms-Horchheim, Horchheimer Bahnhofstr. 31, 67551 Worms

Pausen-los aktiv? Verschnauf‘ doch mal.

Was denn, schon wieder eine Pause? Am Anfang sind wir manchmal irritiert über die vielen Pausen in einer FELDENKRAIS®-Lektion. Und dann soll es noch nötig sein, sich zusätzlich die zu nehmen, die man selbst braucht? Je mehr man sich auf die Stunden einlässt, desto mehr freut man sich über die Pausen, fängt an, sie zu genießen und nimmt sie sich ab und zu auch einfach. Tatsächlich kann man das Gelernte sehr gut in andere Tätigkeiten und den Alltag übernehmen.

Pausen sind fester Bestandteil jeder FELDENKRAIS®-Lektion. Da die Lektionen körperlich meist nicht so anstrengend sind, kann es daran nicht liegen. Wozu gibt es diese Pausen dann?

Eins nach dem anderen

In der Pause kommt der Körper zu einer entspannten Lage zurück. Die Impulse, die ich ihm mit einer bestimmten Bewegung gebe, werden dadurch klarer. Die Bewegungen stehen für sich und werden nicht durch zu schnelle, ununterbrochene Abfolge miteinander vermischt und dadurch undeutlicher und unklar. Und das gilt doch auch für unsere Arbeit aller Art.

Wenn ich abgelenkt werde, eins nicht fertig mache, bevor ich etwas anderes beginne, dann bin ich sehr viel weniger effektiv als ich sein könnte. Eins nach dem anderen zu erledigen ist etwas, was immer schwieriger für uns wird im Zeitalter der ständigen Erreichbarkeit, obwohl der Mythos vom Multitasking längst abgeschafft ist.

In der FELDENKRAIS®-Stunde nehmen wir uns Zeit, eine Bewegung zu machen, dann ruhen wir kurz und machen dann die nächste Bewegung. Das wirkt sich sicherlich – wie auch Meditation und Achtsamkeitstraining – unbewusst positiv auf unser ganzes Leben aus. Doch wir können ja auch mal bewusst versuchen, den Rhythmus einer FELDENKRAIS®-Stunde auf eine andere Aufgabe zu übertragen – berichtet mir bitte von Euren Experimenten!

Lieber früher als später

Mach‘ die Bewegung in dem Bereich, der sich leicht und gut anfühlt. Auch das kennt jeder, der FELDENKRAIS® lernt. Und wer es wirklich ausprobiert, merkt schnell, dass wir tatsächlich mit der Zeit weiter kommen, wenn wir im Wohlfühlbereich bleiben und unseren Bewegungsspielraum nach und nach erweitern. Wenn wir mehr erreichen wollen, als im Moment leicht für uns möglich ist, dann wird die Bewegung eher kleiner und schwieriger. Es ist wichtig, sich eine Pause zu nehmen, wenn es nicht mehr weitergeht. Auch von anderen Arbeiten kenne ich das.

Manchmal komme ich beim Arbeiten zu mir und merke, dass ich wieder alles vergessen habe und zutiefst erschöpft bin – und dann geht gar nichts mehr. Andererseits, wenn ich regelmäßig kurze Pausen mache, etwas trinke und esse, zur Toilette gehe, vielleicht das Fenster öffne oder kurz vor die Tür trete, kann ich besser und länger arbeiten.

Also: kannst Du Dich und Deine Bedürfnisse besser spüren und kannst Du Dir, sowohl in der FELDENKRAIS®-Stunde als auch im Alltag, die Pausen nehmen, die Du brauchst?

Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?

Dieser schöne Titel von Richard David Precht drückt für mich zwei Dinge aus. Zum einen sind wir in unserem Alltag oft so abgelenkt mit all dem, worauf wir reagieren, was wir tun, was wir erleben, dass wir uns selbst kaum noch wahrnehmen. Erst, wenn etwas weh tut und unangenehm wird, fällt uns auf, dass wir einen Körper haben. Zum zweiten haben wir viele Ideen, wie wir sind und wie wir zu sein haben.

In den FELDENKRAIS®-Stunden lernen wir in den Pausen zu uns zu kommen.

Wir spüren, wie wir auf dem Boden liegen und was sich verändert hat, seitdem wir uns das letzte Mal auf dem Boden gespürt haben. Durch dieses Vergleichen lernen wir, was alles möglich ist, wie viele Varianten es von uns selbst gibt. Wir lernen über die Unterschiede, ganz simpel gesagt: wenn unser Gehirn zwei unterschiedliche Eindrücke zur selben Bewegung oder zur selben Körperregion hat, kann es mehr damit anfangen, als wenn es nur eine gibt.

Wir beurteilen nicht, ob wir gut oder richtig auf dem Boden liegen.

Am besten nimmt man sogar Schmerz (wenn er nicht zu vermeiden ist) und Spannung einfach nur wahr und beobachtet die Veränderung.

Oft werden wir überrascht. Erstens durch die Veränderung.
Die „kaputte“ Schulter, die „immer“ „Probleme“ macht, tut plötzlich im Liegen gar nicht mehr weh? Die rechte Körperhälfte war doch letztes Mal die kurze, jetzt ist sie aber viel länger als links?

Zweitens dadurch, was wir alles spüren können.
Mein rechter Fuß ist meistens weiter nach außen gedreht und das kann ich daran spüren, wie meine Ferse aufliegt. Das rechte Ohr ist eindeutig näher an der rechten Schulter als das linke Ohr an der linken Schulter – das ist mir bisher nie aufgefallen. Und so viel mehr.

Drittens tauchen unsere Ideen über uns selbst auf.
Fühle ich mich wohl in meinem Körper oder unangenehm? Ist es für mich einfach, den Bauch loszulassen oder bin ich gewohnt, ihn einzuziehen? Wie blicke ich in die Welt – hocherhobenen Hauptes oder mache ich mich klein und blicke mit großen Augen von unten auf?

So wie unsere Sprache drückt auch unser Körper unsere Beziehung zur (Um)Welt aus.
Die Gelegenheit, diese Denk- und Fühl-Gewohnheiten in mir wahrzunehmen, gibt mir auch die Möglichkeit, diese loszulassen
– immer wieder, denn es sind ja Gewohnheiten, die durch neue Gewohnheiten ersetzt werden. Manchmal schneller, manchmal braucht es Zeit.

Eine Pause im Alltag kann mir genauso helfen, zu mir zu kommen.
Wie läuft es heute? Habe ich wirklich so effektiv gearbeitet, wie ich glaube, oder bin ich heute eher aufgedreht und gestresst? Wie spreche ich innerlich mit mir selbst? Freundlich, streng oder sogar demütigend? Wie würde ich mit einem Menschen sprechen, der mir am Herzen liegt? Wann bin ich fröhlich, was hebt meine Stimmung, was macht mich schlecht gelaunt?

Wenn ich in einer kurzen Pause in mich hinein lausche, kann ich nützliche Antworten bekommen, mit denen ich froher, freier und effektiver meine Aufgaben erfüllen kann.

Viel Spaß beim Entdecken. Und jetzt – eine Pause! 😉

Lernen und FELDENKRAIS®

Was hat ein verschneiter Park mit dem Gehirn gemein? Der Hirnforscher Manfred Spitzer vergleicht ein noch ungenutztes Areal im Gehirn mit der verschneiten Fläche in einem Park. Der Erste macht eine Fußspur durch den Park. Der Nächste hat schon die Tendenz, dieser Fußspur zu folgen, muss aber in eine andere Richtung und biegt dann ab. Nun gibt es eine Strecke mit zwei Fußspuren und zwei mit jeweils einer.
Wo wird der dritte Fußgänger vermutlich entlang gehen? Wenn möglich wird er wohl eine der vorhandenen Spuren nutzen.

Spuren im Gehirn

Genauso ist es im Gehirn. Wenn wir eine Funktion oder Handlung (zum Beispiel mit unserem Körper) zum allerersten Mal ausführen, ist diese normalerweise ungelenk. Die Nervenbahnen sind noch nicht gegeben, daher wissen die Impulse nur annähernd durch welche Bahnen sie laufen, welche Verknüpfungen gebraucht werden. Wird die neue Funktion bedeutsam und wiederholt, bilden sich neue Verknüpfungen für die Impulse dieser Funktion – wir haben gelernt!

Nun ist diese Verknüpfung aber eine der festen Bahnen, die das Gehirn gerne nutzt, weil sie etabliert und schnell sind – wie die ausgetretenen Pfade im verschneiten Park. Eine Funktion, die etwas abseits davon liegt, wird vermieden, selbst schmälere Pfade, die ähnlich verlaufen, werden kaum noch genutzt und schneien schließlich wieder zu. Lernen ist also ein Prozess, bei dem ständig neue Pfade beschritten werden wollen.

Was hat das mit FELDENKRAIS® zu tun?

Moshé Feldenkrais war es sehr wichtig, dass es sich bei seiner Methode um eine Lernmethode handelt und nicht um eine Form der Therapie. Abgesehen davon, dass es die Sicht des Feldenkraislehrers auf seine Schüler beeinflusst, zeigt die aktuelle Hirn- und Lernforschung, dass Moshé Feldenkrais vieles verstanden hat, was erst heute wissenschaftlich bewiesen werden kann.

Wenn wir in der FELDENKRAIS®-Stunde anfangs im Stehen den Arm heben, ist das meistens eine gewohnte Bewegung. Auf dem Rücken liegend den Arm dann über den Kopf auf den Boden zu legen, scheint die gleiche Bewegung zu sein – tatsächlich bekommen das Nervensystem und das Gehirn andere Informationen. Da der Arm aufliegt, müssen die Muskeln nicht gegen die Schwerkraft arbeiten, nach und nach wird die Bewegung vergrößert, indem wir unsere Aufmerksamkeit zum Kopf, zum Nacken, zu den Rippen etc. lenken. Diese Verbindungen sind teilweise wieder verschneite Pfade, teilweise waren sie aber auch noch nie betreten – wenn wir solche neuen Zusammenhänge entdecken, ist das sehr aufregend, fühlt sich gut an, macht Freude und ist dadurch bedeutsam für uns, unser Gehirn kann es sich leicht merken. Spielen wir jetzt mit unseren Bewegungen: mit Kopf, ohne Kopf, zusätzlich das Bein lang machen, die Arme abwechselnd verlängern, erhält das Nervensystem immer weitere Impulse, die die Bewegung, den Pfad, vollständiger werden lassen.

Also: wenn wir manchmal bei den FELDENKRAIS®-Lektionen nicht mehr wissen, wo oben und unten ist, wo rechts, wo links, wo das Bein liegt etc., dann ist das gewollt und ein Erfolg der Stunde, das Nervensystem hört auf, den festgetretenen Pfaden zu folgen und entwickelt neue Wege – herzlichen Glückwunsch!

Mit diesem Prinzip können wir ständig im Alltag spielen und so unsere Möglichkeiten erweitern. Mit der anderen Hand schreiben, das Buch auf dem Kopf lesen, andere Wege zu vertrauten Zielen nutzen, falsch herum auf dem Stuhl sitzen, die Beine andersherum überschlagen, die Kaffeetasse mit der anderen Hand zum Mund bringen, … Die Gelegenheiten, unsere Gewohnheiten ein wenig herauszufordern sind unzählig. Besonders gut geeignet ist die Zeit mit Kindern, da sie oft die Gewohnheiten noch nicht haben und wir so gemeinsam spielen können.

Mehr über und von Manfred Spitzer ist auf seiner Webseite beim Uniklinikum Ulm und bei Youtube zu finden.

Alternative Wege finden – FELDENKRAIS® und Multiple Sklerose

FELDENKRAIS® wirkt auf das Gehirn und Nervensystem – was Menschen, die mit Multipler Sklerose (MS) diagnostiziert sind oder einen Schlaganfall hatten, unterstützen kann. Wobei unterstützen?

Dabei, wieder mehr Autonomie zu entwickeln, verlorene Bewegungen wieder zu lernen und somit ihre Lebensqualität stark zu steigern.

Betrifft uns das nicht alle ein bisschen? Mein Standardbeispiel ist das Spazierengehen. Als Kind läuft, rennt, hüpft, balanciert, springt man vorwärts, rückwärts, seitwärts. Und was machen wir Erwachsene? Schön ruhig, einen Fuß nach dem anderen, nicht zu anstrengend ja nicht zu viel bewegen. Wir berauben uns selbst unserer Möglichkeiten, wir verlernen unsere Alternativen.

Auch, wenn die Krankenkassen FELDENKRAIS® immer noch nicht als wirksam anerkennen, gibt es inzwischen einige Studien zur Wirksamkeit von FELDENKRAIS® bei MS und viele Fallstudien.

Ein wunderbares Video dazu ist „Feldenkrais Method Improves Multiple Sclerosis“.
Da es auf Englisch ist, habe ich eine grobe Übersetzung zum Mitlesen angefertigt.

Hier noch ein gut zu lesendes Fallbeispiel von Sven Böttcher.

Zum Weiterlesen hier die Zusammenfassung zweier wissenschaftlicher Studien:
Die Feldenkrais-Methode® und ihre Wirksamkeit bei MS-Betroffenen (Helga Bost, 1995)
Awareness Through Movement Improves Quality of Life in People with Multiple Sclerosis (Stephens u.a. 2003)

Auch der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V. beschäftigt sich mit FELDENKRAIS®. Hier ein Interview mit Roger Russell.

Schau doch mal rein! – VHS-Sommerfest in der Alten Ziegelei Mainz

Wie wäre es mit einem kleinen Ausflug nächsten Sonntag Nachmittag?

Am 03. September 2017 ab 15 Uhr gibt es ein abwechslungsreiches Programm auf dem Ziegelei-Sommerfest in Mainz. Alles ist kostenlos, veranstaltet von der VHS Mainz und dem Verein Ziegeleifreunde Mainz e.V.

Ich werde dort eine kurze Information zum Reinschnuppern in Feldenkrais geben – falls Ihr Zeit und Lust habt, kommt vorbei und schickt Eure Freunde und Bekannten, die schon immer wissen wollten, was Feldenkrais ist 😉
Treffpunkt ist um 15:45 Uhr am Programmtisch der VHS Mainz.

Das ganze Programm findet Ihr hier.

Der Verein Ziegeleifreunde Mainz e.V. betreut das Gelände, das heute als Industriedenkmal kulturellem, ökologischem und sozialem Engagement Raum bietet. Mehr zur Geschichte und der Alten Ziegelei auf der Webseite http://www.alteziegelei-mainz.de/