Tag 1 – Die Atemwelle
Hier geht es zum 5-Minuten-Entspannung-Audio: Die Atemwelle
Hol Deinen Körper mit ins Boot – oder sitzt er schon mit drin?
Hast Du manchmal ein komisches Gefühl oder ein Kribbeln im Bauch? Hast Du die Nase voll von etwas oder bereitet es Dir Kopfzerbrechen? Und wenn Du Dich so richtig gut fühlst, scheint die Sonne etwas heller und alles strahlt?
Wir denken in Gegensätzen: Kopf und Bauch, Körper und Geist, Gefühle und Gedanken. Aber was wäre, wenn es diese Gegensätze gar nicht gibt? Wenn wir mit Körper, Emotionen und Gedanken einfach ein ganzes Selbst sind? Und genauso scheint es zu sein, wie z.B. psychologische (Embodiment) und sportwissenschaftliche (Mentaltraining) Studien zeigen.
Bestimmt körperliche Haltungen rufen vorhersagbare Reaktionen vor. Wenn ich die Lachmuskulatur in meinem Gesicht aktiviere, wird meine Stimmung besser. Und umgekehrt: wenn ich mir vorstelle, bestimmte Bewegungsabläufe in meiner Vorstellung zu machen, kann ich diese Bewegungen „in Echt“ besser ausführen, Gehirnverbindungen und Muskelmasse wachsen. Ist das nicht genial?
Wenn wir unseren Körper nun also nicht mehr als Träger unseres Geistes und schmerzenbringendes Gefäß erleben wollen, wie soll das anders gehen?
Es gibt einige körperorientierte Ansätze, die die Signale des Körpers schätzen und unsere körperlichen Reaktionen nutzen, um die eigenen Reaktionen besser zu verstehen, z.B. ein warmes Gefühl im Bauch oder ein ungutes Zusammenziehen.
Ich finde, das geht in die richtige Richtung, nämlich den Körper nicht zu ignorieren. Allerdings gibt es soviel mehr.
Kannst Du Dir vorstellen, so im Einklang mit Dir selbst zu sein, dass Du in Dir ruhst, in ständiger Kommunikation mit Deinen körperlichen Bedürfnissen stehst und dadurch so sicher in Dir selbst und mit Dir selbst bist, dass Du Dich von äußeren Beurteilungen und Forderungen nicht mehr aus der Bahn werfen lässt?
Du kannst einfach und ganz entspannt Du selbst sein. Andere können Wünsche an Dich äußern und DU entscheidest, was Du möglich machst und was nicht. Du bist Deine eigene oberste Instanz und Autorität. All das ist möglich, wenn wir uns wirklich kennenlernen, wissen, wer wir sind, was wir mögen und nicht mögen, was uns gut tut und was nicht.
Wir wissen einfach in unseren Knochen, wer wir sind und was wir brauchen. Wissen und Erfahrung führen zu Weisheit 😉
Wie kommen wir dahin? Der erste Schritt ist, dass wir uns wieder spüren lernen. Spüren, wie es uns geht, wir wir uns bewegen, was wir leicht tun und was nicht. Wir sammeln Informationen und Erfahrungen über und mit uns.
Wir lernen uns neu kennen: Es freut mich, Dich zu treffen – ich bin gespannt darauf, was Du zu erzählen hast.
Sich (wieder) spüren zu lernen ist ein Prozess, auf den wir uns einlassen können. Immer mal wieder bewusst hinzuspüren. In Bewegungsstunden oder einem Impuls wie oben können wir das Spüren bewusster erleben, in dem wir lernen, wo wir hinspüren und was wir erfahren können, z.B. Druck, Länge, Schwere, Leichtigkeit und vieles mehr.
Reflexion: Wie sind bestimmte körperliche Zustände mit bestimmten Emotionen und Empfindungen verknüpft? Wie fühlst Du Dich, wenn Du hungrig (oder satt) bist? Welche Gedanken löst das aus? Wie verhältst Du Dich? Welche Auswirkungen hat das wiederum auf Deinen körperlichen Zustand?
Schreib mir gerne, was Du herausfindest, wenn Du es teilen möchtest: info@feldenkrais-richter.de oder per WhatsApp, Signal oder Threema an 0176-22729080.
Ich wünsche Dir einen wunderbaren Tag, liebe Grüße, Evelyn
Zum Weiterlesen auf meinem Blog: Von der Raupe zum Schmetterling – wie kannst Du Dich verändern statt einfach nur mehr Wissen anzuhäufen?